12.03.2026

Im Schwarzmarkt sind gefährdete Spieler schutzlos

DSWV-Präsident Mathias Dahms (links) und DOCV-Präsident Dirk Quermann

Bei einer Pressekonferenz in Berlin haben das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen unter dem Titel „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ am Mittwoch, 11. März 2026, den Glücksspiel-Survey 2025 gemeinsam mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) vorgestellt.

Erste Kritik an der Studie kam bereits vom DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, der fordert, dass das immense Volumen des Schwarzmarktes – zwischen drei und sechs Milliarden Euro – in den Fokus gehört.

Wachsenden Schwarzmarkt ernst nehmen

Und auch der Deutsche Online Casinoverband (DOCV) und der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) reagierten ebenfalls mit einer Stellungnahme vom DOCV-Präsidenten Dirk Quermann und dem Präsidenten des DSWV, Mathias Dahms, auf das neueste Zahlenwerk: „Jeder Mensch mit einer Glücksspielstörung ist einer zu viel. Im regulierten Markt greifen staatlich geprüfte Schutzinstrumente – von Einzahlungslimits über das bundesweite Sperrsystem OASIS bis hin zu verpflichtenden Warnhinweisen und Spielpausen. Im Schwarzmarkt existiert keines davon. Wer Spielerschutz ernst nimmt, muss deshalb auch den wachsenden Schwarzmarkt ernst nehmen: Dort sind gefährdete Spieler schutzlos.“

Kritik wurde auch schon an der Vorgängerstudie von 2023 geübt. Die Statistikerin Katharina Schüller kritisierte in einem wissenschaftlichen Gutachten methodische Fehler und Verzerrungen bei der Studie.