Kabinett beschließt Ausbildungsförderung

Die Automatenbranche ist schon seit Jahren um Nachwuchsausbildung bemüht.

Die Bundesregierung stellt 500 Millionen Euro bereit, um kleine und mittlere Betriebe zu unterstützen, die trotz Corona-Krise an ihrem Ausbildungsengagement festhalten. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch.

Unternehmen, die trotz eigener Schwierigkeiten weiter ausbilden, sollen nach den Worten von Arbeitsminister Heil mit einmalig 2 000 oder 3 000 Euro unterstützt werden. Wer einen Azubi aus einem insolventen Betrieb übernehme, soll ebenfalls eine Prämie erhalten. Der Staat will außerdem 75 Prozent der Ausbildungsvergütung übernehmen, wenn ein Betrieb darauf verzichte, seine Azubis in Kurzarbeit zu schicken.

Die Eckpunkte des Programms würden jetzt in Förderrichtlinien umgesetzt, sagte Heil. Darin würden die konkreten Voraussetzungen der Förderungen und die Stellen, bei denen die Förderung beantragt werden kann, benannt.

Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten sollen eine einmalige Ausbildungsprämie von 2 000 Euro für jeden 2020 neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag erhalten, wenn sie trotz Corona bedingter Schwierigkeiten die Zahl ihrer Lehrstellen im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre konstant halten. Erhöhen sie die Zahl ihrer Azubis, sollen sie für jeden zusätzlichen Auszubildenden 3 000 Euro mehr erhalten. Ausbezahlt werden soll das Geld nach dem Abschluss der Probezeit. Ebenfalls 3 000 Euro sollen Unternehmen für jeden Lehrling erhalten den sie aus einem Corona-bedingt insolventen Betrieb übernehmen.