Mit Professionalität, Flexibilität, Kreativität und durch Zusammenstehen die Krise meistern

Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft, plädiert dafür, dass die Branche in dieser Krise zusammensteht. Zudem sei es ganz wichtig, sich schon jetzt auf den Zeitpunkt der Wiedereröffnung professionell vorzubereiten.

In einem exklusiven Interview mit dem AutomatenMarkt macht Georg Stecker den Unternehmern Mut. Der Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) verweist darauf, dass die Menschen nach der Krise auch spielen wollen und werden. Dafür habe die Branche ein gutes, attraktives Angebot.

AutomatenMarkt: Die Spielhallen sind bundesweit geschlossen und werden es wohl auch noch einige Zeit sein. Wie kann der Dachverband DAW die Unternehmer in dieser so schweren Zeit unterstützen?

Georg Stecker: Unternehmen brauchen jetzt verlässliche und belastbare Informationen über Hilfs- und Entlastungsmaßnahmen, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Als Dachverband sammeln und bündeln wir alle relevanten Informationen aus Bund und Ländern, die die Unternehmen täglich über die Spitzenverbände erhalten. Zudem setzen wir uns in diesen Fragen bei Politik und Verwaltung für die Interessen der Branche ein. Unseren Unternehmen soll dieser Informationsvorsprung helfen, die Krise besser bewältigen zu können.

Andere Branchenthemen werden nicht vergessen

Neben der Krisen-Bewältigung darf man aber nicht die anderen für die Branche existenziell wichtigen politischen Themen vergessen. Die Länder arbeiten insbesondere in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag und dessen Umsetzung auch in der Corona-Krise mit unvermindertem Einsatz weiter.

Auch in diesem wichtigen Prozess vertreten wir die Interessen der Branche, damit die Unternehmen der Deutschen Automatenwirtschaft ab Sommer 2021 unter möglichst guten Rahmenbedingungen ihr legales Spiel in Spielhallen und der Gastronomie anbieten können.

 

AutomatenMarkt: Was kann der einzelne Unternehmer jetzt tun, um den Schaden zu mildern?

Georg Stecker: Jetzt ist wichtig, dass die Branche zusammensteht und dass die Verbände gestärkt und nicht geschwächt werden. Es ist wichtig, sich gut über die Verbände zu informieren und bei den kurzfristigen Entscheidungen auch die langfristigen Folgen mitzudenken.

Verbände stärken

Vergessen wir nicht bei all den Veränderungen, dass es auch wieder eine Zeit nach Corona geben wird, in der die Menschen spielen wollen und werden. Und wir haben ein gutes attraktives Angebot dafür! Gewachsene Geschäftsbeziehungen, zurück gewonnenes Vertrauen bei politischen Entscheidern, geschulte Mitarbeiter – all das ist Kapital, das uns nicht genommen werden kann. Das gilt es für die Zeit nach der Krise abzusichern.

Und es ist ganz wichtig, sich schon jetzt auf den Zeitpunkt der Wiedereröffnung professionell vorzubereiten. Auch hierbei helfen und unterstützen die Verbände.

 

AutomatenMarkt: Wie wird diese Krise unsere Branche verändern?

Georg Stecker: Die Veränderungen sind noch nicht absehbar und ich will jetzt nicht spekulieren.

Illegale Angebote stoppen

Die großen Profiteure der Krise sind leider die illegalen Online-Angebote aus dem Ausland, die momentan auch noch deutlich mehr für ihr illegales Treiben werben. Der wichtige Kanalisierungsauftrag wird konterkariert. Hiergegen geht der Dachverband im Schulterschluss mit den anderen legalen Anbietern, insbesondere Lotto und den staatlichen Spielbanken, koordiniert vor.

Jetzt in der Krise ist es umso wichtiger und drängender, dass Vollzugsbehörden dies stoppen und nach der Krise dem legalen Automatenspiel in Spielhallen und der Gastronomie durch möglichst schnelle Wiedereröffnung ein Überleben sichern. Auch dafür setzen wir uns ein. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Branche mit Professionalität, Flexibilität, Kreativität und durch Zusammenstehen die Krise meistern wird.