04.03.2026

Rheinland-Pfalz: Zahl der Spielhallenstandorte bleibt stabil – offener Austausch mit Veranstaltern wichtig

Die Zahlen der Spielhallenstandorte und der Wettvermittlungsstellen in Rheinland-Pfalz bleiben seit Jahren nahezu unverändert. Illegale Spielautomaten sind auch in Rheinland-Pfalz ein großes Problem.

Die Zahl der Spielhallen in Rheinland-Pfalz bleibt seit Jahren nahezu unverändert. Das geht aus der Antwort des Ministeriums des Innern auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Matthias Joa zum Thema Glücksspiel hervor.

551 Spielhallenstandorte im Jahr 2025

Demnach gab es 551 Spielhallenstandorte im Jahr 2025 in Rheinland-Pfalz. 2015 waren es 525. Die Zahlen der vergangenen Jahre sind auf einem ähnlichen Niveau: 2020 (568), 2021 (556), 2022 (568), 2023 (556), 2024 (549) und 2025 (551). Die relativ geringen Schwankungen begründet das Innenministerium mit Neueröffnungen, Schließungen, Verlagerungen von Standorten sowie laufende Genehmigungs-, Widerrufs- oder Rechtsverfahren.

Auch bei Wettvermittlungsstellen wenig Schwankungen

Ähnlich verhält es sich bei den Standorten von Wettvermittlungsstellen. Laut Innenministerium gab es 2025 in Rheinland-Pfalz 83, 2024 waren es 84, 2023 (81), 2022 (84), 2021 (79) und 2020 gab es 78 Wettvermittlungsstellen.

Illegale Geräte 

Aufschlussreich war auch die Antwort auf die Frage nach illegalen Geräten. Dazu vermeldet das Innenministerium: „Im Zeitraum 2023 bis zum 5. Februar 2026 wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt 392 illegale Geldspielautomaten und Sportwettterminals registriert.

Im gleichen Zeitraum wurden 315 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Geldwäsche oder sonstigen Straftaten im Kontext illegalen Glücksspiels eingeleitet.

Landesregierung steht zur Stärkung legaler Angebote

Abschließend steht die Landesregierung klar zur Stärkung legaler Angebote: „Für Glücksspielangebote besteht sowohl in Rheinland-Pfalz als auch bundesweit eine Nachfrage. Die Stärkung der legalen Angebote nebst der Lenkung des natürlichen Spieltriebs der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen stellt eines der Ziele des Glücksspielstaatsvertrages 2021 dar (§ 1 Satz 1 Nr. 2 GlüStV 2021). Um dem Entstehen von  Glücksspiel- und Wettsucht entgegenzuwirken, unterliegen legale Glücksspielangebote im Gegensatz zu illegalen Angeboten strengen spielerschützenden Vorgaben und regulatorischen Anforderungen. Ein zielgerichteter, offener Austausch mit Veranstaltern sowie Interessenvertretungen leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels und zur Weiterentwicklung eines sicheren und verantwortungsvollen Glücksspielangebots in Rheinland-Pfalz.“