Spanien: Trikotsponsoring von Glücksspielanbietern wird ab der Saison 2020/21 verboten

Ab der kommenden Saison sollen spanische Fußballclubs nicht mehr mit Glücksspielanbietern auf dem Trikot werben dürfen. Symbolbild, Foto: bwin.

Alberto Garzón, Spaniens Minister für Verbraucherschutz, hat einem Erlass zufolge verboten, dass Glücksspielanbieter als Trikotsponsoren bei Fußballclubs in Erscheinung treten.

Dies geht aus einem Bericht der größten spanischen Tageszeitung „El Pais“ hervor.

Dadurch betroffen sind acht Clubs der Primera División: Valencia, Alavés, Leganés, Granada, Mallorca, Sevilla, Osasuna und Levante. All diese Clubs haben Glücksspielunternehmen als Trikotsponsoren.

Keine Trikotwerbung, keine Stadionnamen, keine Werbung mit Prominenten

Der neue Gesetzentwurf verbietet nicht nur das Trikotsponsoring durch Glücksspielanbieter, auch Rechte an Stadionnamen sollen Unternehmen aus diesem Wirtschaftszweig verwehrt bleiben. Auch Prominenten soll es verboten sein, Werbung für Wettanbieter zu machen.
Zudem dürfen Sportwettenanbietern zukünftig nur noch im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr morgens Werbung in TV, Radio oder auf Internetplattformen wie YouTube schalten.

Die Regelungen hätten bereits in Kraft treten sollen, allerdings verhinderte dies die Corona-Pandemie. Der Gesetzentwurf muss allerdings noch von der EU-Kommission in Brüssel genehmigt werden, bevor er zur Saison 2020/21 in Kraft treten würde.