Vorstandsarbeit als „Mannschaftssport“ begreifen

Dennis Adam und der Arbeitskreis Jungunternehmer bringen sich immer stärker in die Vorstandsarbeit des HMV ein.

Von „leichten Lichtblicken in allen Bereichen“ sprach Vorsitzender Michael Wollenhaupt bei der Mitgliederversammlung des Hessischen Münzautomaten-Verbandes (HMV) am 13. November. Gleichwohl mochte er nicht allzu positiv in die Zukunft blicken. Dafür sei es zu früh. Man müsse noch abwarten.

Als Lichtblick sieht Wollenhaupt, dass die Geräte der Technischen Richtlinie TR 5 von den Gästen inzwischen besser akzeptiert werden als zu Beginn, vor allem aber einen inzwischen spürbaren Wandel beim Blick von Öffentlichkeit, Medien und Politik auf die Automatenbranche.

„Die Politik sieht inzwischen ein, dass es so nicht weitergehen kann“, sagte der HMV-Vorsitzende.

Zu verdanken ist das der in den vergangenen Jahren immer stärker intensivierten politischen Arbeit, auch des HMV. Neben ihm selbst und dem stellvertretenden Vorsitzenden Michael Stang beteiligen sich daran auch der DAW-Länderreferent Andreas Rey, der wegen seiner guten Kontakte vor einigen Jahren eigens als „Politikbeauftragter“ in den Vorstand berufene Christoph Schwarzer und auch der Arbeitskreis Jungunternehmer, der immer mehr Aufgaben übernimmt.

„Ich bin sehr dankbar, dass die Teamarbeit im Vorstand so gut funktioniert, und dass sich alle einbringen“, sagte Wollenhaupt.

Probleme, beziehungsweise Ärgernisse gibt es trotzdem. Jüngstes Beispiel ist der zwangsweise Abbau des dritten Geldspielgerätes in der Gastronomie. Michael Stang, auch im Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer im Vorstand tätig, appellierte an seine Kollegen: „Halten Sie Ihre Plätze sauber!“ Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die im Verband organisierten Unternehmer nicht das Problem seien. Testbesuche in gastronomischen Betrieben hätten das belegt.

Allerdings: „Wenn bei anderen nicht ordentlich gearbeitet wird, fällt das auch auf uns zurück.“ Die Kollegen sollten die Meldeplattform BAlarm nutzen, um schwarzen Schafen das Handwerk zu legen, sagte Stang und äußerte die Hoffnung, dass die Reduzierung von drei auf zwei Geräte den Betrieb sogenannter Café-Casinos wirtschaftlich unattraktiv machen.