Automatenwirtschaft sieht Kanalisierungsauftrag gefährdet

Georg Stecker

Am Mittwoch haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Dazu zählt die bundesweite Schließung von Spielhallen und von Gastronomiebetrieben.

Dazu erklärt Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW): „Die mehrwöchige bundesweite Schließung der staatlich konzessionierten Spielhallen und der Gastronomiebetriebe mit Automatenaufstellung ist ein schwerer Schlag für den Jugend- und Spielerschutz und für die gesamte Automatenbranche. Ohne das legale Angebot in staatlich konzessionierten Spielhallen und in der Gastronomie ist der Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag massiv gefährdet. Es droht eine höchst problematische Abwanderung der Gäste in illegale Angebote ohne Jugend- und Spielerschutz. Das hat die Schließung der Spielhallen und der gastronomischen Betriebe im Frühjahr deutlich gezeigt und droht sich nun zu wiederholen.“

Staatlich konzessionierte Spielhallen hätten unter dem Aspekt der Infektionsvorbeugung den unvergleichlichen Vorteil, dass bereits die gesetzlichen Bestimmungen für ihren Betrieb dem Prinzip des Social Distancing entsprechen, so Stecker weiter. So dürften auf einer durchschnittlichen Gastfläche von ca. 150 m² je Spielhalle nur bis zu maximal zwölf Geldspielgeräte aufgestellt werden. Daneben sei auch der Mindestabstand zwischen den Geräten gesetzlich geregelt. Darüber hinaus herrsche bundesweit ein striktes Alkoholverbot in staatlich konzessionierten Spielhallen. Diese Voraussetzungen würden durch umfangreiche und vielfältige Maßnahmen zum Infektionsschutz ergänzt, so der DAW-Vorstandssprecher.