26.02.2026

Bericht der Stuttgarter Zeitung bricht Lanze für das legale Spiel – Fallzahlen illegales Spiel explodieren – die Falschen im Visier

Aufmachung des Berichtes der Stuttgarter Zeitung zum Thema "Illegales Glücksspiel" – hier in der Online-Version.

Die Stuttgarter Zeitung hat in dieser Woche über Razzien in Bad Cannstatt und weiterreichende Aspekte ausführlich berichtet. Überschrift: „Schlag gegen Zocker – doch: ‚Schwarzmarkt ufert aus‘“. In der Einleitung heißt es klar und deutlich: „Der Ermittlungserfolg der Stuttgarter Kriminalpolizei vor einigen Tagen gegen zwei illegale Spielstätten in Bad Cannstatt bestätigt die Spielhallenbranche – und sie sieht gleichzeitig die Landesregierung auf
dem falschen Weg. Die will mit einer neuen zentralisierten Kontrollgruppe den Bereich der Sportwetten und Spielhallen unter die Lupe nehmen – allerdings die legalen Angebote.“

Bollwerk gegen den Schwarzmarkt

Im direkten Anschluss wird Georg Stecker als Vorstandssprecher des Dachverbandes der Deutschen Automatenwirtschaft mit dem Satz zitiert: „Dabei sind gerade die (gemeint sind die legalen Angebote – die Red.) ein Bollwerk gegen den ausufernden Schwarzmarkt.“

Ausführlich wir über die jüngste Razzia berichtet. Das Kripo-Dezernat 3.3 soll aktuell gegen 34 Personen wegen illegalen Glücksspiels ermitteln. 

„Die Fallzahlen des illegalen Glücksspiels explodieren bundesweit geradezu – von 2017 bis 2024 haben sich die Zahlen von 504 auf 6247 verzwölffacht“, alarmiert die renommierte Tageszeitung. Positiv wird erwähnt, dass die Polizei ihre Kontrollen augenscheinlich intensiviere. Ein paar Absätze später ist fast so etwas wie leiser Sarkasmus zu vernehmen: „Das Land setzt auf eine zentrale Kontrollgruppe beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Doch die ist noch nicht einmal am Start. Erst muss einmal ein Chef gefunden werden, der das Konzept dann ausarbeitet.“ Immerhin: Diese Stelle soll laut Innenminister Strobl zum 1. März besetzt werden. 

Scharfe Kritik der Deutschen Automatenwirtschaft

Die Stuttgarter Zeitung weiter: „Das Konzept stößt allerdings auf scharfe Kritik der Deutschen Automatenwirtschaft. Die fordert zwar einen gestärkten Vollzug – aber sieht die Falschen im Visier. Die Kontrolle legaler Angebote gehe am Thema des wachsenden Schwarzmarkts vorbei.“

Das Mantra von Georg Stecker im Gespräch mit der Zeitung: „Der legale Markt steht seit Jahren in einem harten Wettbewerb mit einem wachsenden illegalen Markt.“ Den bundesweit 161 000 legalen Geräten stünden mindestens 50 000 illegale Automaten gegenüber – Tendenz steigend! Die Schwächung des legalen Angebots sei „ein Einfallstor der organisierten Kriminalität“, warnt der DAW-Vorstandssprecher.

Hier geht es zu dem Bericht (hinter einer Bezahlschranke).