Berlin: 130 Spielhallen, Anzahl der Café-Casinos unbekannt

Wie viele illegale Café-Casinos in Berlin betrieben werden, scheint der Senat nicht zu wissen. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage des FDP-Fraktionschefs Sebastian Czaja hervor.

Laut einer parlamentarischen Anfrage beim Senat gibt es zurzeit 130 Spielhallen im Land Berlin.

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja stellte die Anfrage beim Senat. Der „Berliner Zeitung“ zufolge haben zehn von diesen 130 Spielhallen keine Genehmigung. Die meisten Spielhallen sollen in Neukölln (19), in Mitte (18) und in Friedrichshain-Kreuzberg (14) ihren Standort haben. Die „Berliner Zeitung“ nahm sich des Themas an und berichtet exklusiv über die noch unveröffentlichte Senatsantwort.

Von 2020 bis heute mussten 62 legale Spielhallen schließen

Dem Zeitungsbericht zufolge sollen von 2020 bis jetzt allein 62 Spielhallen geschlossen worden sein. Dennoch spülten die noch verbliebenen legal betriebenen Spielhallen im vergangenen Jahr 20,36 Millionen Euro Vergnügungssteuer in die Staatskasse. In diesem Jahr würden die Vergnügungssteuereinnahmen alleine bis einschließlich Mai 16,52 Millionen Euro betragen.

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja fordert Kampf gegen illegales Glücksspiel

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja ist laut „Berliner Zeitung“ darüber erschrocken, dass die Berliner Regierung auf seine Anfrage hin wenig über illegales Glücksspiel mitteile. Czajas Meinung zufolge sollten die Behörden neben der Prävention von Spielsucht den Kampf gegen illegales Glücksspiel ausbauen.

Senat habe keinerlei Überblick über die Anzahl der illegalen Café-Casinos in Berlin

Czaja äußerte sich gegenüber der „Berliner Zeitung“, dass der Senat keinerlei Überblick habe, wie viele illegale Café-Casios in Berlin betrieben werden. „Berlin sollte endlich seine angekündigte Strategie gegen diese illegalen Spielcasinos vorlegen und zügig umsetzen. Steuerfahndung und Polizei müssen hier tatkräftig unterstützt werden“, zitiert ihn die „Berliner Zeitung“.