DAW kritisiert „Milchmädchenrechnung“ in Bremen
Nachdem der Bremer Senat eine Erhöhung der Vergnügungssteuer auf 25 Prozent auf die Tagesordnung seiner Sitzung am morgigen Mittwoch, 28. Januar 2026, gesetzt hat (der AutomatenMarkt berichtete online), brachten gleich mehrere Tageszeitungen Artikel über die Pläne und lassen auch die Branche zu Wort kommen. In der Syker Zeitung vom Samstag, 24. Januar, wird der DAW-Verstandssprecher Georg Stecker zitiert: „Die Erhöhung der Vergnügungssteuer auf 25 Prozent wäre eine fatale Fehlentscheidung, die den Jugend- und Verbraucherschutz schwächt und die legalen Automatenunternehmen in Bremen weiter schwer belastet."
Bundesweit ausufernder Schwarzmarkt
Die Erhöhung sei aus der Sicht der Automatenwirtschaft „eine Milchmädchenrechnung“, denn: „Wer den Rückgang staatlich konzessionierter Spielhallen als Erfolg feiert, hat nicht verstanden, dass das legale Angebot gebraucht wird, um dem auch bundesweit ausufernden Schwarzmarkt Herr zu werden und den Spieltrieb der Menschen in legale Bahnen zu lenken", sagt Stecker.
Mindestens 50 000 illegale Geräte
Zudem zitiert die Tageszeitung auch die Einschätzung der Branche, nachdem mittlerweile jedes dritte Gerät in Deutschland illegal betrieben werde – also mindestens 50 000 illegale Geräte den bundesweit 161 000 legalen Geräten gegenüberstehen. Dadurch lasse ein Jahresumsatz zwischen drei und sechs Milliarden Euro die Kassen von „Clan-geprägten Organisationen“ klingeln und stelle „ein weiteres Konkunkturprogramm für den Schwarzmarkt“ dar, „bei dem der Verbraucher- und Jugendschutz mit Füßen getreten wird“, wird Stecker abschließend zitiert.