12.03.2026

Glücksspielverhalten in Deutschland konstant – laut ISD-Glücksspiel-Survey

Axel Holthaus, Geschäftsführer von Lotto Niedersachsen und Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im DLTB, Dr. Jens Kalke (ISD) und Dr. Sven Buth (ISD, von links). Foto: Stefan Gloede

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen haben unter dem Titel „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ den Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht. Die Studie haben die Forschenden des ISD gemeinsam mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. März 2026 in Berlin vorgestellt.

Datenerhebung verstetigt

Aus den 12 340 Interviews, die im Rahmen der repräsentativen Bevölkerungsumfrage vom 4. August bis zum 26. November 2025 geführt wurden, gehe laut DLTB unter anderem hervor, dass sich die Daten zum Glücksspielverhalten sowie zu den glücksspielbezogenen Problemen in Deutschland im Vergleich zu den Erhebungen im Jahr 2021 und 2023 verstetigt haben.

„Mit den drei Glücksspiel-Surveys ist es uns gelungen, ein systematisches wissenschaftliches Monitoring aufzubauen, um das Glücksspielverhalten und die glücksspielbezogenen Probleme in der Bevölkerung im Zeitverlauf zu analysieren“, sagt ISD-Projektleiter Dr. Jens Kalke. „Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.“

Akzeptanz von Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes

Dr. Sven Buth, ebenfalls vom ISD und Mitautor der wissenschaftlichen Studie, ergänzt: „Die Befragungsergebnisse verweisen auf eine zunehmende Akzeptanz von verschiedenen Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes unter den Glücksspielenden, wie beispielsweise das Teilnahmeverbot für Jugendliche, Aufklärungsmaterialien, Spielersperren und Werbebeschränkungen. Dies sollte bei der Fortschreibung des Glücksspielstaatsvertrages berücksichtigt werden.“

Ansporn Maßnahmen weiterzuentwickeln

„Die hohe Akzeptanz der Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen in der Bevölkerung ist Bestätigung des hohen Qualitätsanspruchs der Landeslotteriegesellschaften und Ansporn zugleich, um die umfassenden Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Axel Holthaus, Geschäftsführer Lotto Niedersachsen, als Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im DLTB. „Die Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2025 ermöglichen eine evidenzbasierte Diskussion innerhalb der Branche im Sinne des Kundenwohls.“

Geringeres Gefährdungspotenzial“

Laut DLTB-Presseinformation weisen die Studienergebnissen darauf hin, „dass von Lotterien wie Lotto 6aus49 oder Eurojackpot ein deutlich geringeres Gefährdungspotenzial ausgeht als von den weiteren in der Erhebung berücksichtigten Glücksspielformen“, so Holthaus weiter. „Zudem unterstreichen die Ergebnisse, dass die Mechanismen der Regulierung greifen. Für uns im DLTB ist es seit jeher entscheidend, dass die Diskussion über Marktordnung, Kanalisierung und Spielerschutz faktenbasiert geführt wird – auf Basis valider Daten und nicht auf Grundlage von interessengeleiteten Einzelwahrnehmungen. Genau dafür schafft der Glücksspiel-Survey 2025 die notwendige Evidenz.“