Einladung zur Forschungswerkstatt am 3. September – Thema "Glücksspielregulierung als (bloß) symbolische Rechtsetzung?"
Stefan Korte und Sebastian Unger vom Direktorium des Instituts für Glücksspiel und Gesellschaft (GLÜG) laden am Donnerstag, 3. September 2026, zu einer Neuauflage der „Digitalen Forschungswerkstatt für Glücksspiel und Gesellschaft“ ein. Die Veranstaltung wird im Zeitraum von 16 Uhr bis 17.30 Uhr über Zoom stattfinden.
Strukturelle Defizite und unzulängliche Rechtsnormen
In der Digitalen Forschungswerkstatt wird Dr. Robin Anstötz zum Thema „Glücksspielregulierung als (bloß) symbolische Rechtsetzung?“ referieren. Hierzu wird er seine jüngst erschiene Dissertation mit dem Titel: „(Bloß) symbolische Rechtsetzung: Eine interdisziplinäre Untersuchung der deutschen Glücksspielregulierung auf ihre funktionelle und symbolische Wirkung“ vorstellen und anschließend im Plenum mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung diskutieren.
Das GLÜG betont: “Anlässlich der seit jeher von Konflikten und Unzulänglichkeiten geprägten Glücksspielregulierung geht Robin Anstötz der Frage nach, ob der Glücksspielstaatsvertrag 2021 als bloß symbolische Rechtsetzung einzuordnen ist. Dabei handelt es sich um einen Rechtsetzungsakt, dessen Rechtsnormen in Wirklichkeit dysfunktional sind, der jedoch über gegenteilige und die Wirklichkeit verschleiernde symbolische Wirkungen verfügt. Die zentrale Erkenntnis der Untersuchung besteht darin, dass der Glücksspielstaatsvertrag 2021 mit starker Symbolizität vorgibt, etwas zu erreichen, was er de lege lata oftmals gar nicht erreichen kann. Das liegt, wie eingehend aufgezeigt wird, sowohl an strukturellen Defiziten des Gesamtwerkes als auch konkret an unzulänglichen Rechtsnormen.”
Zur Person des Referenten
Dr. Robin Anstötz ist seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Glücksspiel und Gesellschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Seitdem veröffentlichte er mehrere Beiträge mit glücksspielrechtlichem Bezug in verschiedenen Fachzeitschriften und Sammelbänden. Im Juni 2025 wurde er mit einer interdisziplinären Arbeit zur Glücksspielregulierung promoviert. Die Doktorarbeit erschien im Juli 2026 im Verlag Mohr Siebeck. Seit September 2024 ist er Rechtsreferendar im Bezirk des OLG Hamm.
Die Anmeldung erfolgt durch Registrierung über den Link. “Nach erfolgter Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungsmail, die bereits die Einwahldaten für unsere Digitale Forschungswerkstatt enthält. Kurz vor der Veranstaltung werden wir Ihnen diese E-Mail samt Einwahldaten erneut an die E-Mail-Adresse zukommen lassen, über die Sie sich registriert haben”, informieren die Veranstalter.
Anmeldungen mit Klarnamen willkommen
Hier der Link zum Anmeldeportal: https://digitale-forschungswerkstatt.eventbrite.com
Für die Teilnahme werden keine Kosten erhoben. Weitere Informationen auf der Homepage.
Abschließend heißt es: “Bitte beachten Sie: Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur unter Angabe des Klarnamens möglich, weil es ein Gebot der Höflichkeit und des offenen Diskurses gleichermaßen ist, dass für die Diskussionsteilnehmerin und -teilnehmer und Referenten erkennbar ist, zu wem und mit wem sie sprechen. Wir behalten uns vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nicht unter Klarnamen teilnehmen, von der Veranstaltung auszuschließen.”