Parlamentarischer Abend an der Kieler Förde
Parlamentarischer Abend in Kiel (v. l.): Mario Tants (DAW-Landesbeauftragter), Max-Herbert Krumme (1. Vorsitzender des Automaten-Verbandes Schleswig-Holstein), Johanna Bergstein (stellvertretende Vorsitzende des Automaten-Verbandes Schleswig-Holstein), Kristina Herbst (Präsidentin des Landtages von Schleswig-Holstein) und Georg Stecker (Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft).
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Institutionen und Automatenwirtschaft sind am 17. September der Einladung des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und des Automaten-Verbandes Schleswig-Holstein (ash) zum Parlamentarischen Abend ins Seebad Düsternbrook nach Kiel gefolgt.
DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und der 1. Vorsitzende des ash, Max-Herbert Krumme, begrüßten die Gäste und freuten sich über die große Resonanz. Der Parlamentarische Abend bot auch in diesem Jahr Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen der Automatenwirtschaft mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden zu diskutieren.
Verlässliche Rahmenbedingungen und Bekämpfung des Schwarzmarktes
Ein Schwerpunkt des Abends war die Entwicklung des legalen gewerblichen Automatenspiels und der wachsende illegale Glücksspielmarkt. DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker machte deutlich: „Eine verantwortungsvolle Glücksspielregulierung muss zwei Ziele miteinander verbinden: Sie muss einen wirksamen Verbraucher- und Jugendschutz gewährleisten und zugleich dafür sorgen, dass legale Angebote ihren Kanalisierungsauftrag erfüllen können. Dafür brauchen wir verlässliche und zeitgemäße Rahmenbedingungen, die ein starkes und nachfragegerechtes legales Spiel ermöglichen. Gleichzeitig müssen wir illegale Glücksspielangebote mit aller Konsequenz bekämpfen. Denn wo sich das Spiel in den Schwarzmarkt verlagert, greifen weder gesetzliche Vorgaben noch die hohen Schutzstandards des legalen Marktes. Unser gemeinsames Ziel muss deshalb sein, den Schwarzmarkt zurückzudrängen und das legale Angebot so aufzustellen, dass die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher innerhalb des regulierten Marktes gehalten wird. Dafür braucht es Regulierung mit Augenmaß, konsequenten Vollzug und einen kontinuierlichen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft.“
„Automatenwirtschaft in unserem Land fest verankert"
Im Rahmen ihres Grußwortes betonte Landtagspräsidentin Kristina Herbst (CDU) die Bedeutung des persönlichen Austausches zwischen Politik, Wirtschaft und Verbänden, insbesondere bei Themen, die unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang bringen müssen.
„Der Glücksspiel- und Automatenwirtschaft kommt dabei eine besondere Rolle zu. Sie bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen unternehmerischer Verantwortung, dem Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher, der Bekämpfung illegaler Angebote und der Notwendigkeit verlässlicher rechtlicher Rahmenbedingungen", sagte Landtagspräsidentin Herbst.
Offener und sachlicher Dialog
Die Automatenwirtschaft in Schleswig-Holstein stehe dabei für eine Branche, die in unserem Land fest verankert ist und Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und wirtschaftliche Wertschöpfung schafft. Zugleich sei aber klar: Wer wirtschaftlich tätig ist, trage Verantwortung – insbesondere dort, wo Angebote mit einem besonderen Sucht- und Gefährdungspotenzial verbunden sein können. Angesichts der zunehmenden Verlagerung von Angeboten in den digitalen Raum brauche es einen offenen und sachlichen Dialog darüber, wie wirksamer Spielerschutz, der Kampf gegen illegale Angebote und faire Wettbewerbsbedingungen für lizenzierte Anbieter auch zukünftig in Einklang gebracht werden können, so Herbst.
„Genau diesen Dialog sollten wir nutzen: sachlich, kritisch, aber immer mit dem gemeinsamen Ziel, gute Rahmenbedingungen für Schleswig-Holstein zu schaffen – für einen wirksamen Spielerschutz, für einen fairen Wettbewerb und für eine verantwortungsvolle, zukunftsfähige Wirtschaft", betonte Herbst abschließend.
Der Parlamentarische Abend bot im Anschluss viel Raum für persönliche Gespräche und den fachlichen Austausch. In spätsommerlicher Atmosphäre nutzten die Gäste im Seebad Düsternbrook die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und aktuelle Fragen rund um die Zukunft des gewerblichen Automatenspiels zu diskutieren.