18.09.2026

Groß-Gerau: Kontrollen führen zu über einhundert Anzeigen und mehreren Festnahmen

Groß-Gerau: Kontrollen im gesamten Kreisgebiet führen auch zur Versiegelung von zwei unerlaubten Spielautomaten. Foto: Polizei Südhessen

Am Donnerstagabend, den 17. September, sind im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 1 Uhr im Landkreis Groß-Gerau mehr als 60 Gaststätten, Spielhallen, Bars und Lokale kontrolliert und überprüft worden.

Im Fokus standen dabei laut Polizei Südhessen die Betriebe selbst und deren Geschäftsabläufe, wie auch das darin arbeitende Personal und die anwesenden Gäste.

19 Ermittlungsverfahren

 In Summe leiteten die Ordnungshüter 19 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verdachts der illegalen Prostitution, des unerlaubten Aufenthaltes und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dazu kamen noch fast einhundert Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Gesetze und Verordnungen über das Glücksspiel und das Betreiben von Spielhallen. Vereinzelte gewerberechtliche und bauliche Verstöße, wurden geahndet, zudem hielten sich manche Betriebe nicht an die Pfandkennzeichnungspflicht. Unregelmäßigkeiten gab es auch bei den genutzten Kassensystemen und der Art der Kassenführung. Zudem hielten einige Betreiber nicht alle geforderten Hygienevorschriften ein.

150 Ermittler im Einsatz

Insgesamt waren mehr als 150 Mitarbeiter mehrerer Behörden und Organisationen an der Aktion beteiligt. Neben der Polizei aus Südhessen, Frankfurt und der Bereitschaftspolizei waren auch Beamte des hessischen Landeskriminalamtes, vom Zoll und der Staatsanwaltschaft Darmstadt beteiligt. Die Stadtpolizeien der Kommunen, das Finanzamt und die Steuerfahndung führten im Rahmen ihrer Zuständigkeiten ebenso Kontrollen durch, wie auch das Bau-, Gesundheits- und Gewerbeamt und das Regierungspräsidium Darmstadt.

Zwei illegale Geldspielautomaten versiegelt

In einem Lokal in Büttelborn standen zwei Geldspielautomaten, die wegen fehlender Genehmigung nicht bespielt werden durften. Die Geräte wurden folglich versiegelt und so außer Betrieb gesetzt. Zudem fehlte dem Betrieb die Erlaubnis Alkohol auszuschenken.

Hinzu kamen Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und verbotene Prostitution sowie Drogenfunde und Lohndumping in weiteren Lokalitäten.

Bis zum Ende ihrer Kontrollen hatten die Einsatzkräfte über 600 Personen und zwölf Fahrzeuge überprüft. Bei den eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren drohen den Betreibern nun Bußgelder in Höhe von mehr als 30 000 Euro.