Gauselmann Mitarbeiter sammeln für Kollegen

Finanzielle Hilfe für die Flutopfer: Clarissa George, Jannik Vieth, Gabriela König und Lars von der Wellen (v.l.) mit dem Scheck in Höhe von 95 800 Euro.

Unbewohnbare Häuser, hinfort gespülte Autos, zerstörte Straßen: Die Flutkatastrophe hat in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gewaltige Schäden angerichtet. Als sich herausstellte, dass auch Kolleginnen und Kollegen betroffen waren, hat das innerhalb der Gauselmann Gruppe eine Welle der Solidarität ausgelöst. Binnen weniger Wochen konnten insgesamt 95 800 Euro gesammelt und an die Betroffenen ausgezahlt werden. So wurde die Not zumindest auf finanzieller Seite ein wenig abgemildert.

„Die schrecklichen Bilder haben uns sehr bewegt“, erinnert sich Lars von der Wellen, Leiter Zentralbereich Personal, an die dramatische Situation Mitte Juli. Die Schäden reichten von vollgelaufenen Kellern und zerstörtem Mobiliar über schrottreife Autos bis hin zu unbewohnbaren Wohnungen und enormen Schäden an den Häusern. Auch 14 Tage nach den sintflutartigen Regenfällen gab es immer noch einen Mitarbeiter, der von der Außenwelt abgeschnitten war. Schnell war klar, dass etwas passieren musste.

Es folgte ein Spendenaufruf im Intranet – und eine enorme Hilfsbereitschaft. „In kürzester Zeit sind 350 Spenden eingegangen, das war wirklich überwältigend“, erinnert sich von der Wellen. Selbst Mitarbeiter, die monatelang in Kurzarbeit waren, haben Geld gespendet und dazu noch unterstützende Worte gefunden.

Nach einigen Wochen hatten sich rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Aktion beteiligt und 85 000 Euro gespendet. Dieser Betrag wurde dann von der Paul und Karin Gauselmann Stiftung sowie von den Tochterunternehmen GeWeTe aus Mechernich und der MERKUR Casino aufgestockt. Unter dem Strich konnten so 95 800 Euro an die Notleidenden verteilt werden.

Der Verteilungsmechanismus war schnell gefunden: Zunächst erhielten alle Betroffenen eine Soforthilfe von 2 000 Euro. Aufgrund der enormen Schäden bekamen 14 der 19 Kollegen zusätzlich noch eine Unterstützung von 4 000 Euro.

„Vielen, vielen Dank dafür“, schrieb beispielsweise Hermann Knöppel per E-Mail. „Das zeigt mir, wie groß die Hilfsbereitschaft innerhalb der Unternehmensgruppe ist.“

Auch wenn klar ist, dass die Beseitigung der Schäden sowie die Aufarbeitung der Ereignisse noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, so ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gauselmann Gruppe in dieser schweren Stunde klar geworden, dass sie nicht allein sind.