GGL begrüßt Schlag gegen illegales Glücksspiel und setzt Maßnahmen fort
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) begrüßt den Ermittlungserfolg der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Zusammenhang mit unerlaubten Glücksspielangeboten. Wir berichteten.
Nach den bislang veröffentlichten Informationen sollen zwischen Juli 2021 und Ende 2023 Spieleinsätze in Höhe von rund 5,86 Milliarden Euro abgewickelt worden sein.
Unterstützung der Staatsanwaltschaften
Der aktuelle Ermittlungserfolg zeige, wie wichtig und wirksam die enge Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Glücksspielaufsicht ist.
Die GGL unterstütze zuständige Staatsanwaltschaften im Rahmen von Ermittlungsverfahren mit eigenen Erkenntnissen zu den betroffenen Anbietern, und beschuldigten Personen. Der GGL zufolge werden Erkenntnisse im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Maßnahmen der Aufsichtsbehörde gegen die Betreiber mit den Staatsanwaltschaften geteilt. Diese würden unter anderem Erkenntnisse aus Maßnahmen zum Payment-Blocking und zu Netzsperren umfassen. Zudem auch aus dem Vorgehen gegen die Bewerbung der Angebote sowie zu den technischen und formellen Strukturen der Betreiber.
GGL warnt vor Teilnahme am illegalen Glücksspiel
Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie etwa “Platincasino”.
Darüber hinaus setzt sich die Behörde dafür ein, dass die Bekämpfung illegalen Glücksspiels auch aus strafrechtlicher Sicht auf Gesetzgebungsebene stärker in den Fokus genommen wird.
GGL setzt Maßnahmen gegen unerlaubte Angebote fort
Die GGL kündigt an, ihre Maßnahmen gegen unerlaubte Glücksspielangebote konsequent fortzusetzen und werde auch in Zukunft bei entsprechenden Anhaltspunkten Strafanzeige erstatten und ihre Erkenntnisse den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen.
Die bekannten Branchenverbände, Deutscher Sportwettenverband (DSWV) und Deutscher Online Casinoverband (DOCV) hatten die Ermittlungserfolge ebenfalls begrüßt. Überdies wiesen die Verbände auf den florierenden Schwarzmarkt und das enorme Ausmaß der organisierten Kriminalität im illegalen Online-Glücksspielmarkt hin. Dabei äußerten sie Zweifel an der von der GGL kolportierten Größe des Schwarzmarktes.