Kulturverein in Kaltenkirchen: Hamburger Abendblatt berichtet über Verdacht auf illegales Glücksspiel
Das nicht selten anzutreffende illegale Spiel in sogenannten „Kulturvereinen“ wurde in den vergangen Jahren und Jahrzehnten von den Medien kaum thematisiert. In einer Gerichtsreportage zeigt das Hamburger Abendblatt, dass es auch anders geht.
Die Überschrift des Berichtes lautet: „Harmloses Daddeln im türkischen Kulturverein? Wohl eher illegales Glücksspiel“. Als redaktioneller Einstieg wurden diese Worte gewählt: „Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass zwei Männer in Kaltenkirchen ohne Genehmigung mit Spielautomaten 270 000 Euro erwirtschaftet haben.“ Und dann diese fragenden, tastenden Worte: „Handelte es sich hier um ein ausgeklügeltes System des illegalen Glücksspiels oder war es nur eine Form der reizvollen Unterhaltung und Belustigung unter Freunden? Diese Frage wird zurzeit vor dem Amtsgericht Norderstedt unter dem Vorsitz von Richter Jan Willem Buchert verhandelt.“
Durchsuchung im August 2024
Der Vorwurf: Mehrere Geldspiel- und Wettautomaten sollen in einem Kulturverein in Kaltenkirchen (nördlich von Hamburg) illegal betrieben worden sein. Drei Angeklagte mit türkischer Herkunft müssen sich deshalb juristisch verantworten. Dem Vernehmen nach ist die Polizei zufällig auf das Automatenspiel aufmerksam geworden. Eine Durchsuchung im August 2024 brachte dann den Stein ins Rollen.
Der Prozess steht allerdings noch ziemlich am Anfang. Hier geht es zu einem ersten Bericht des Hamburger Abendblattes.