DSWV-Sommerfest 2026: „Spielerschutz und Freiheit sind keine Gegner“
Hendrik Gerstung (r.), Pressesprecher des Deutschen Sportwettenverbandes (DSWV), moderiert die Talkrunde mit GGL-Vorstand Ronald Benter (l.) und DSWV-Präsident Mathias Dahms. Dahms betont: „Spielerschutz und Freiheit sind keine Gegner.“
Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes (DSWV), hieß auf dem Sommerfest des DSWV am 24. Juni im Hotel Das Stue in Berlin zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbändelandschaft willkommen.
In einer kurzen Gesprächsrunde diskutierte Ronald Benter, Vorstand der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), mit Mathias Dahms. Der GGL-Vorstand machte deutlich: Kanalisierung könne kein Selbstzweck sein, aber nur in einem kanalisierten Markt könne Spielerschutz gewährleistet sein. Benter betonte: „Regulierung geht nur miteinander.“
Benter sei wichtig, dass auf der Grundlage von Fakten argumentiert und Bewertungen vorgenommen werden.
Einigkeit herrsche bei dem Ziel, den Schwarzmarkt zu bekämpfen
Dahms spricht von „belastbaren Beziehungen“ zur GGL. Einigkeit herrsche bei dem Ziel, den Schwarzmarkt zu bekämpfen.
Der DSWV-Vorstand betont: „Wenn die Länder es schaffen, die GGL von der Kette zu lassen, mehr Freiheiten zu geben und Entscheidungskompetenzen aufzubauen, dann wäre uns allen viel gedient.“
Mehr Beinfreiheit
Zudem hofft der Verband und seine Mitglieder auf eine verbesserte Glücksspielregulierung, insbesondere auf die Erweiterung des Wettprogramms. Auch den Unternehmen sollten im gesetzlichen Rahmen mehr Freiheiten gelassen werden, um Innovationen entstehen zu lassen. „Ich würde mir etwas mehr Beinfreiheit wünschen“, hebt Dahms hervor.
Sportwettenbranche: „wichtiger Wirtschaftszweig“ und „großer Arbeitgeber“
Martin Rößler (CDU), Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, konstatierte in seinem Grußwort, dass die Sportwettenbranche ein „wichtiger Wirtschaftszweig“ und „großer Arbeitgeber“ ist.
„Für mich ist es wichtig, dass wir einen Glücksspielstaatsvertrag haben, der nicht statisch ist“, sagt Rößler.
Der Staatssekretär betonte die große Bedeutung des Spieler- und Jugendschutzes, machte aber auch deutlich: „Der einzelne Spieler soll seine Freiheit ausleben können.“
„Der legale Markt muss stark und attraktiv sein und muss die Spieler binden.“ Das sei erklärtes Ziel des Glücksspielstaatsvertrages.
Umso wichtiger sei die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und ehemaliger FDP-Bundestagsabgeordneter, äußerte sich unter anderem zu den deutschen Olympia-Bestrebungen. Der Sport sei die Basis. Letztlich komme es zu der Frage, wer den Sport finanziere, so Fricke.
Beim gemeinsamen Verfolgen der WM-Partie Schweiz gegen Kanada diskutierten die Gäste des Sommerfestes in angenehmer Atmosphäre noch bis in die Nachtstunden diverse Branchenthemen.