NRW-Spielbanken: Düsseldorf statt Köln?

Heute Sitz der Bezirksregierung, morgen eventuell Spielbank: Das "Schlösschen" in Düsseldorf.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag in ihrer Kabinettssitzung den Entwurf für ein neues Spielbankengesetz auf den Weg gebracht. Demnach sollen zusätzlich zu den bisherigen vier Standorten Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg zwei weitere Spielbanken entstehen. Köln scheint aber aus dem Rennen.

Wie die „WAZ“ unter Berufung auf den SPD-Landtagsabgeordneten Markus Weske berichtet, habe nunmehr Düsseldorf beste Chancen. Im Gespräch ist demnach das Schlösschen der Bezirksregierung an der Cecilienallee als Standort für ein neues Casino.

Dem Bericht zufolge seien Spielcasinos laut Weske nicht nur ein „wichtiger Baustein des Glücksspielstaatsvertrages zum Schutz von Spielerinnen und Spielern“, sie führten auch zu deutlichen Einnahmen der jeweiligen Kommune. Da auch in Düsseldorf aufgrund neuer Gesetze viele gewerbliche Spielhallen schließen müssten, könne die Landeshauptstadt jährlich mit Einnahmen aus einem Casino in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro rechnen.

In einer gemeinsamen Erklärung der vier Düsseldorfer Landtagsabgeordneten heißt es, eine Spielbank würde das „kulturelle Profil unserer Stadt schärfen“.

Die zuletzt als Spielbankenstandort vorgesehene Stadt Köln habe es fünf Jahre lang nicht geschafft, einen geeigneten Ort für das Spielcasino zu finden, stellt Weske fest. Nun habe die Landesregierung die Reißleine gezogen und im Gesetzentwurf den Standort Köln aufgegeben.